29. Januar 2009

Von den Orten / Grenzbetrachtungen.

Erläuterung



Was es wirklich ist, ist schwer zu sagen. Es ist eine Versuchsanordnung. Wie immer. Klar. Es ist immer eine Versuchsanordnung. Ein paar Parameter festlegen und dann loslegen. Und schauen; was passiert, was ist, was sich entwickelt, was sich zeigt.

In diesem Fall: VON DEN ORTEN / Grenzbetrachtung

Ein Beobachtungsprojekt. Ausgehend von der Kurfürstenstraße als Grenze zwischen Schöneberg und Tiergarten, den Blick gerichtet auf Schöneberg. Billiger Sex, Drogen, Gewalt, Mord und Totschlag. Eine Art Schöneberg-Tagebuch. Zeitlich begrenzt von Anfang Januar bis Ende Mai 2009.

Und es ist die Realisierung des Tempelhof-Schöneberger Fotopreises, mit dem das Projekt Ende 2008 ausgezeichnet wurde.

"Hervorgehoben wurde, dass hier das Konzept, die fotografische Methode (das strenge analoge-Schwarz/Weiß) und der Ort (die Kurfürstenstraße als Grenzstraße zweier Bezirke) deckungsgleich aufeinander bezogen sind. Der assoziative Raum, der sich dabei öffnet, legt den Betrachter nicht fest: Es entsteht ein 'in between', ein Vermutungsraum.
Die klassische Autorenfotografie versucht zu zeigen 'was ist', Wolf Kleins Fotos beleuchten zwar mit Blitzlicht, was ist (eine konkrete Beobachtung eines konkreten Ortes) aber am Schluss bleiben mehr Fragen als Antworten." So heißt es in der Begründung der Jury.

Was das soll?

Es geht um die Frage, wie kommt die Welt in den Kopf rein?

Und wie kommt sie wieder raus?