kein Blumenwagen
26. November 2009
Und nicht alles, was Räder hat, und hier in der Straße rumsteht, ist ein Blumenwagen!
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unterdessen
25. November 2009
Achtung! Blüten im Umlauf.
Original und Fälschung
Vorsicht! Nicht jede ausgeschnittene Papierblume ist eine original Blumenladenblume. Es gibt auch primitive Fälschungen. Sehr verbreitet in Ostdeutschland. Dieses industriell als billige Massenware gefertigte Plagiat wurde mir gestern zugespielt; aufgegriffen von den Blumenladenproduktüberwachern im Schlosspark Babelsberg. Man erkennt die Fälschung daran, dass sie enorm hässlich ist.
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Blumen,
unterdessen
23. November 2009
Sterne der Saison / die Legende erzählt
Once upon a time, vor langer Zeit, in einer großen, fernen Stadt, hinter der gefallenen Mauer, da lebte einmal ein kleiner, armer Wolf. Der kleine Wolf war so bettelarm, dass er in einem winzigen Dachzimmer leben musste, in einem alten Haus in einer abgeranzten Straße, in der nur die allerärmsten und elendigsten Huren der ganzen Stadt standen. Der kleine Wolf hatte ganz dreckiges, struppiges Fell, das er schon lange nicht mehr gewaschen hatte, weil man ihm schon vor langer Zeit das Wasser abgestellt hatte. Und er war hungrig und er fror sehr, denn es war Winter und auch Gas und Strom waren schon vor langer Zeit abgestellt worden. Und das winzige Zimmer war ganz feucht und schimmelig und es roch muffig und es tropfte durch die Decke. Jeder Hausbewohner, der es sich leisten konnte, war irgendwann weggezogen in eine bessere Gegend. Nur der arme, kleine Wolf war übriggeblieben.
Er war ganz traurig und fürchterlich einsam. Denn es war Weihnachten und alle Menschen, die nicht nach Westdeutschland zu ihren Eltern gefahren waren, besuchten die Krippe mit dem Jesuskind in der Stadtteilkirche. Der kleine Wolf wollte aber nicht die Krippe besuchen, weil er das Jesuskind doof fand. Doch er wollte auch nicht allein in seinem kleinen, feuchten Zimmer sitzen. Deshalb lief er durch die Straße und besuchte die ganz elenden Huren, die auch am Weihnachtsabend noch verlassen im Nieselregen herumstanden. Aber das nutzte natürlich auch nichts, mit den Huren konnte der arme, kleine Wolf ja nichts anfangen. Und da war er irgendwann sehr, sehr traurig und fühlte sich sehr elendig und verzweifelt.
Und in seiner düsteren Hoffnungslosigkeit setzte er sich einfach auf eine schäbige Bank am Straßenrand. Und irgendwann, als er da so traurig und einsam im Regen saß, kam eine große, alte, sehr dicke Hure vorbei. Und die große, fette Hure schaute ganz freundlich und lächelte und sagte: „Na, mein Kleiner, du musst doch nicht traurig sein. Es ist doch Weihnachten.“ Und sie fasste unter ihren viel zu kurzen Rock und zog zwischen ihren fetten Schenkeln eine wunderschöne blutig-rote Blume hervor und schenkte sie dem kleinen Wolf. Und der freute sich sehr und war gar nicht mehr traurig. Und seit diesem Tag wurde die Blume darum l'étoile d’amour - Stern der Liebe genannt. And they all lived happily ever after.
Sterne der Saison: sehr bald bei arm und sexy!
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Blumen,
Wachstumsversuche
22. November 2009
Ewigkeitssonntag
Der Schwan, wenn er sein Ende ahnt, das heisst: wenn ihm sein Ende schwant, zieht sich zurück, putzt das Gefieder und singt das schönste seiner Lieder. So möchte auch ich, ist es soweit, mal eingehn in die Ewigkeit. (Mascha Kaléko)
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Textfundstücke,
unterdessen
21. November 2009
Hallo?! Ich mag Fühling sehr. Aber nicht im November!! Alles zu seiner Zeit und an seinem Platz!
Samstag. Das Problem ist doch, dass man nicht mit'm Arsch zu Hause bleibt. Schon als ich heute Vormittag in Schöneberg auf'm Markt war, dachte ich, wieder nur Breibirnen unterwegs und gleich in Horden. Als ich dann später nochmal rausging, stand Deutschlands berühmtester Kunstkritiker vor mir, genau vor meiner Tür, mitten im Elendsquartier. Ich dachte, ich hätte eine Erscheinung. Wir haben uns dann ein bisschen über die aktuellen Ausstellungen in meiner Nachbarschaft ausgetauscht. Das war ja noch lustig. Dann bin ich nach P'berg gefahren. Und ich dachte die ganze Zeit, bloß nicht in die Nähe vom Kollwitzplatz kommen, bloß nicht in die Nähe vom Kollwitzplatz kommen. Und was passiert? Ich kenne mich in P'berg nicht vernünftig aus, ich habe mich verfahren - und ich stand genau am Kollwitzplatz. Kein Mensch kann sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen, was an einem Frühlingstag im November in P'berg los ist. Ich bin so schnell ich konnte nach Mitte geflüchtet. Da habe ich die verdammte Galerie in der Chausseestraße einfach nicht gefunden. Ich hatte vorher extra die Adresse rausgesucht, sie musste da sein. Bis mir nach einer Ewigkeit auffiel, dass ich in der Brunnenstraße rumlief. Das ist mir mit der Straße schonmal passiert. In der Chausseestraße war sie dann, die Galerie. Ich habe mir die Fotoausstellung angeschaut. Und das auch nur, weil ich neulich spätnachts in einer abgeranzten Spelunke in Schöneberg einen kleinen Spanier getroffen hatte. Und nachdem wir eine Weile Dinge getan hatten, über die ich hier definitiv nicht berichten werde, fragte er, was ich denn so mache. Die Frage kann ich ja leiden. "So was mit Fotos", sage ich dann immer, aber dann ist eh kein Rauskommen mehr aus dem Gespräch, das sich dann zwangsläufig entwickelt. Diesmal war's ein bisschen anders, der kleine Spanier sagte: "Ja, ich auch. Ich hab' gerade eine Ausstellung in einer Galerie in der Chausseestraße." Die Bilder fand ich gar nicht schlecht. Auf dem Nachhauseweg hab' ich mir noch Berlins längsten Pimmel angeschaut, die diesjährige Weihnachtsdeko der taz. Da hab' ich mich geradezu erwachsen gefühlt. Dann reichte es mir auch.
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mediale Weltaneignung
19. November 2009
der alte Wolf / the old wulf
der schwarze Tod
Noch darf er bleiben. Aber wir beobachten ihn genau. Und wenn er sich doof benimmt, dann fliegt er raus. Und sein Kumpel mit den Haaren gleich hinterher. Da kenn ich nix.
Ich war heute beim Hautkrebsscreening. Schon die freundliche Frau bei der Terminvergabe sagte: "Der Herr Doktor guckt in jede Hautfalte, also gut waschen." Und der freundliche Herr Doktor sagte dann: "Ah! Sie sind doch Typ 2, keltischer Wolf, rotblond, das seh ich gleich." Von allen Ärzten sind Hautärzte wahrscheinlich die größten Freaks. Es war lustig, da geh' ich jetzt alle zwei Jahre hin. Zum Abschied rief mir der Herr Doktor nochmal im Flur hinterher: "Sie sind Typ 2, nicht vergessen!"
"Der alte Wolf wird langsam grau.
Der alte Wolf heult nur noch moll.
Er hat von hier und da und dort die Schnauze voll."
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Wachstumsversuche,
Wolfs Tierleben
18. November 2009
Sterne der Saison / die Legende erzählt
Once upon a time, vor langer Zeit, in einem fremden, fernen Land, weit hinter dem großen Ozean, da lebte einmal ein ganz kleines, armes Mädchen. Dieses Mädchen war winzigklein und bettelarm; es hatte nur ein einziges zerschlissenes, uraltes, schmutziges Kleidchen, das es jeden Tag trug, und es hatte zottelige, strähnige, ungewaschene Haare und ein ganz schmutziges Gesichtchen. Und es hatte ungewaschene, schmutzige Händchen mit schmutzigen Fingerchen und abgekauten Nägelchen, denn es hatte ja sonst nichts zum Essen. Es hatte fast niemals etwas zum Essen, so arm war das Mädchen. Und es hatte immer großen Hunger.
Und dieses arme Mädchen wollte am Weihnachtsabend so gerne die Krippe in der Kapelle besuchen. Aber es hatte ja kein Geschenk, das es dem Jesuskind in die Krippe hätte legen können. Und das feiste, verwöhnte Jesuskind empfängt ja nur reiche, wohlriechende, gewaschene Edelmenschen, die ihm wertvolle Geschenke bringen; Gold, Edelsteine und exotische Kräuter und Gewürze. Und deshalb war das arme Mädchen sehr, sehr traurig und verzweifelt. Und es weinte bitterlich; dicke Tränen rannen über die schmutzigen Bäckchen. Und in seiner Not setze sich das arme Mädchen in den Dreck am Wegesrand und riss ein paar Gräser ab und versuchte ganz ungeschickt daraus ein Blumensträußchen zu binden. Die paar Halme sahen natürlich ganz elendig und erbärmlich aus, aber was sollte das arme Mädchen denn tun?
Verlegen und mit tränenverschmiertem Gesicht betrat das Mädchen so die Dorfkapelle. Und die Menschen in der Dorfkapelle guckten ganz angewidert und fragten sich, was das dreckige, verlotterte Kind da zu suchen habe. Und das Mädchen schämte sich sehr. Als es dann jedoch das Geschenk in die Krippe legen wollte, wurde aus dem ärmlichen Gestrüpp plötzlich ein Strauß voll roter Blüten. Und jeder sah das Wunder, es geschah vor aller Augen. Und die Menschen riefen: „Ein Wunder! Ein Wunder! Ein Wunder ist geschehen!“
Und von diesem Tag an hießen die kräftig roten Blumen Flores de Noche Buena - die Blumen der Heiligen Nacht. Und sie blühten nun jedes Jahr zur Weihnachtszeit. And they all lived happily ever after.
Sterne der Saison: bald bei arm und sexy!
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Blumen,
Wachstumsversuche
17. November 2009
Neulich in Neukölln / Wolf und Wolf


Wolf und Blumenwagen und Wolf und Wolf / Alte Kindl-Brauerei Neukölln / Fotos © Ann Besier
Neulich brachte Kulturzeit einen Beitrag über die angesagte Kunstszene rund um die Potsdamer Straße, als Aufmacher diente ein beschaulicher Schwenk über die Huren vorm Hurenkaufhaus an der Potse Ecke Kurfürstenstraße. Jetzt kann man eigentlich nur noch einpacken und wegziehen. Ist sie erstmal angekommen im öffentlichrechtlichen Vorabendprogramm, eingebettet zwischen Prostatatabletten, Nierenundblasentee und Salbe gegen schwere Beine, dann hat die Kunst jegliche Strahlkraft verloren. Da ist mir Molly Lufts Monstermöse doch lieber, die schon über neunzigtausend Freier befriedigt hat.
Die neue coole Kunstachse heißt jetzt Kurfürstenstraße - Neukölln und ist mit dem Blumenwagen in eineinhalb Stunden bequem zu erwandern. Und man durchquert dabei Kreuzberg großflächig, erlebt Auswüchse blühenden Elends in unterschiedlichster Gestalt und Erscheinungsform, besonders schön an einem dunklen und feuchten Herbstabend. Ich hab den Blumenwagen jetzt wieder heimgeholt aus der Brauerei. Und falls jemand diese Form der Selbst- und Stadterfahrung auch mal machen möchte, ich verleih ihn gerne.
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Kurfürstenstraße
15. November 2009
Sonntag
Es ist wieder da. Seit Freitag leuchtet es wieder. Sie hatten offenbar mal alle Platten abgeschraubt und anständig geputzt und neue Lampen reingemacht. Oder so. Jetzt strahlt es wieder weithin sichtbar über den Nachthimmel von Berlin. Heller und schöner und leuchtender und strahlender denn je. Wie ein großes, grünes Ding. Was bin ich froh.
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Himmel über Berlin
12. November 2009
sie wollen auch ihr Plus wiederhaben! / Elend anderswo



Fotos © Marion Bührle
Auch anderswo irren die kleinen Preise heimatlos vertrieben in der Gegend umher, wie hier zum Beispiel in Nürnberg. Stefan Otteni hat sie eingesammelt und ihnen ein neues Zuhause gegeben. Und jetzt dürfen sie sogar im Theater mitspielen - in seiner neuen, gefeierten Erfolgsinszenierung Die Kontrakte des Kaufmanns. Sie ficken auf der Bühne, streiten und kloppen sich um die kleinen Zahlen. Was man halt so macht im Leben. Es muss ganz doll sein, ich will da hin!
Die Kontrakte des Kaufmanns / Eine Wirtschaftskomödie von Elfriede Jelinek / Inszenierung von Stefan Otteni / Staatstheater Nürnberg
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Trauerplusling
11. November 2009
9. November 2009
es regnet (asiatische Weisheit)
Heute am frühen Abend habe ich eine Nachbarin im Hof getroffen; eine junge Asiatin, die im Seitenflügel wohnt.
"Hallo! Na, was macht die Kunst? Kannst du davon leben? Ich bin ja auch Künstlerin. Ich habe hier an der UdK studiert, aber ich habe keine Galerie gefunden. Es gibt ja jetzt viele neue Galerien hier. Die haben wohl alle schon ihre festen Künstler. Wenn ich bei zwanzig Galerien anfrage, und man sagt zwanzig Mal "Nein!" zu mir, dann bin ich auch verletzt an meiner Seele. Einen schönen Abend noch."
"Hallo! Na, was macht die Kunst? Kannst du davon leben? Ich bin ja auch Künstlerin. Ich habe hier an der UdK studiert, aber ich habe keine Galerie gefunden. Es gibt ja jetzt viele neue Galerien hier. Die haben wohl alle schon ihre festen Künstler. Wenn ich bei zwanzig Galerien anfrage, und man sagt zwanzig Mal "Nein!" zu mir, dann bin ich auch verletzt an meiner Seele. Einen schönen Abend noch."
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Begegnungen
8. November 2009
Die große gute Hexe und der kleine Wolf / Adaption*
Die große gute Hexe ging mit ihrem Raben Abrabra einmal auf einen großen, bunten Kunstmarkt. Überall auf dem Kunstmarkt ging es fröhlich und geschäftig zu. Trubel und Jubel wohin die große gute Hexe auch blickte. Hierhin und dorthin ließ sie sich von der Menge treiben. Es wurde gelacht, gehandelt und gekauft.
Nur ganz hinten, im allerentlegendsten Winkel des Marktes, stand stumm und traurig ein blasser kleiner Wolf mit einem Wagen voll bunter Papierblumen. Achtlos eilten die Menschen daran vorüber, niemand kaufte dem schüchternen Ding etwas ab. Da sagte der Rabe Abrabra zur großen guten Hexe: „Rrr rrr rrrh, der arme kleine Wolf tut mir leid. Ich bitte dich, große gute Hexe, sei eine gute Hexe und hilf dem armen kleinen Wolf. Rrrr rrh.“
„Na ja, mal sehen, was sich da tun lässt“, sagte die große gute Hexe und ging zu dem armen kleinen Wolf. „Na, Kleiner, warum bist du denn so traurig? Kannst du die Blumen nicht loswerden?“
„Nein, leider. Wer kauft schon im November Papierblumen? Die Jungs werden wieder ganz traurig sein. Wenn ich am Morgen kein Geld nach Hause bringe, dann kann ich kein Brot kaufen. Und ich habe noch sieben Jungs zu Hause.“
„Sieben Jungs?“
„Ja, sieben. Deren Väter sind alle schon vor langer Zeit gestorben und seit sieben Jahren mache ich nun solche Papierblumen, um für uns etwas zu verdienen. Aber es mag sie ja niemand“, sagte der kleine Wolf ganz traurig.
„Ich kann gar nicht verstehen, weshalb dir die Menschen die schönen bunten Blumen nicht abkaufen. Sie... Sie duften doch so herrlich“, sagte die große gute Hexe und wedelte mit ihrem großen Zauberstab.
„Sie duften? Wie sollten Papierblumen denn duften können?“, fragte der traurige kleine Wolf.
„Ja! Und wie sie duften!“, rief die große gute Hexe fröhlich. „Viel schöner als richtige Blumen! Mmmh! Ja, riechst du es denn nicht?“
„Ja, tatsächlich. Ja.“
Die Papierblumen dufteten wirklich. Das merkte nicht nur der kleine Wolf. Überall begannen die Menschen zu schnuppern. „Was duftet da?“, fragten sie untereinander. Und plötzlich sagte es einer dem anderen, dass das die Papierblumen des kleinen Wolfes wären. Alles, was Nasen und Beine hatte, eilte dem Winkel zu, wo der kleine Wolf stand. Die Künstler kamen gelaufen, die Kunstsammler kamen gelaufen, die Musiker kamen gelaufen, die Wachleute, die Mäzene, die Groupies, alle kamen angelaufen. Die Barfrauen ließen ihre Weingläser im Stich und die Fischweiber ihre gesalzenen Heringe; alle, alle drängten sich kauflustig um den Papierblumenwolf. Selbst der berühmte Maler kam hinzu. Und weil er zuallerletzt gekommen war, stellte er sich auf die Zehenspitzen und formte die Hände zu einem Trichter und rief: „Hallo Blumenwolf, hier ist der berühmte Maler, hebe mir unbedingt ein paar Blumen auf! Eine wenigstens für mich!“
„Nein, nein, keine Extrawürste! Auch nicht für den berühmten Maler!“, riefen die anderen.
„Wir kaufen gefälligst der Reihe nach. Wer zuerst kommt, der wird zuerst bedient.“
„Ja, einer nach dem anderen.“
„Drängen Sie doch nicht so.“
„Ich dränge doch gar nicht. Ich werde doch selbst gedrängt.“
„He! Sie da! Stellen Sie sich gefälligst hinten an!“
„Ich war doch schon vor Ihnen da! Sie haben mich ja zurückgedrängt.“
„Unglaublich, die Leute! Was die heutzutage alles wollen. Erst wollen sie alles geschenkt, und dann wird man auch noch zurückgedrängt.“
„Au!“
„Au, Sie stehen auf meinem Fuß!“
Die Menschen drängten und schubsten sich; und der kleine Wolf verkaufte, verkaufte, verkaufte. Aber die Blumen im Blumenwagen gingen nicht aus. Sie reichten für alle Menschen, die kaufen wollten. Sogar für den berühmten Maler; der nahm gleich fünfzig Stück.
„Wie kommt es nur, dass die Blumen nicht alle werden?“, fragten die Menschen verwundert und steckten die Köpfe zusammen. Aber das wusste der kleine Blumenwolf ja selber nicht. Das hätte ihm höchstens die große gute Hexe erklären können. Die aber hatte sich längst mit dem Raben Abrabra davongeschlichen.
/* Adaption
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Blumen,
mediale Weltaneignung
7. November 2009
Blumen bei Nachtundnebel
Blumen © Wolf Klein 2009
Heute. Der Wolf mit seinem Blumenwagen bei Nachtundnebel in Neukölln. Als Gast der CoachingCulture Gallery in der Alten Kindl-Brauerei.
Alte Kindl-Brauerei / Sudhaus / Werbellinstraße 50 / 12053 Berlin / 19 bis 24 Uhr
Die Lokation ist ganz toll, die Ausstellung ist ganz toll, und die Blumen sind super. Kommt alle. Freu mich.
Wär der Wolf nicht mit dem Blumenwagen in der Alten Kindl-Brauerei, würde er mehrmagda in den Toiletten besuchen. Das ist ganz toll. Die Kunst ist super.
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Blumen
5. November 2009
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